ch wollte mir nur etwas zu essen holen, als mich jemand mal wieder auf arabisch ansprach und mir, nachdem ich signalisierte, dass ich kein arabisch spreche, sagte ich sähe aus wie ein Ägypter. Der Mann stellt sich als Captain Ali vor und ich frage mich ob seine Erzählungen als Kapitän eine Masche ist um Touristen zu imponieren. Er fragt mich ob ich etwas essen will und lädt mich direkt ein. Danach hat er es auf ein junge hübsche Dame abgesehen, von der er tatsächlich die nr erhält. Ali ist Christ und will mich zu seiner Familie in Gizeh einladen. Ich willige ein.

Im Hostel ist ein Brasiliener namens Viktor dazugestoßen, der mit Faszination von den Pyramiden in Gizeh berichtete und mir nicht nur die von ihm geschossenen Fotos dieser Bilder zeigte, sondern auch von meinem Zweitfavorit an Sehenswürdigkeiten in Ägypten: Der Tempel in Abu Simbel

 

Die Besitzer des Hostels luden mich ein mit Ihnen etwas zu Essen, was ich leider aufgrund der Arbeit ablehnen musste. Ich hoffe, dass in naher Zukunft eine gemeisame Unternehmung im Stande kommt, da mir die gesamte Truppe recht sympathisch ist.

Am nächsten Tag ist Ali vor meinen Hostel und wartet auf mich. Ich nehme erstmals die Metro und Ali führt mich mit den Minibussen in das kleine Dorf in Gizeh, wo mich kleine Kinder voller Freude begrüßen. Ebenso seine 5 Töchter, seine Frau und seine Mutter. Letztere bereitete das leckere Essen zu, was aus selbstgemachtem Brot, Schafskäse, Rührei und Früchten bestand, welche auf einem riesigen, silbernen Tablett serviert wurden. Nach dem Gebet schaut Ali mit mir gemeinsam fern, mit den Kindern versuche ich mich ein wenig auf arabisch zu unterhalten. Zwei seiner Töchter begleiten mich zur Bushaltestelle, Im Bus lerne ich Hazem Mohamed, einen jungen Militärauszubildenden kennen, der mir auch das ein oder andere Wort auf arabisch beibringt. Er sorgt liebevoll dafür, dass ich einen Bus in Richtung Gizeh nehme, von wo ich problemslos zurück in Kairo ankomme

Auf dem Weg nach Gizeh und zurück konnte ich das zweite Mal auf dieser Reise die Pyramiden erblicken, diesmal von einer Nähe, wo man nicht bloß die form, sondern auch die Details der Spitze erkennt. Wir fahren aus einer nicht allzuweiten Entfernung an den Pyramiden vorbei. Ali wohnt genau zwischen den Pyramiden von Gizeh und der Sakkara Pyramide. Nicht nur die Sakkara Pyramide, sondern auch die Pyramiden von Abu Said kann man von Alis Balkon aus erblicken. 

Ich weiß genau, wie in diesem Kulturkreis die knappe Zeit unterschätzt wird, so dass es häufig zu Verspätungen kommt. Deshalb nannte ich Ali einen früheren Zeitpunkt, wann ich arbeiten muss, als ich es tatsächlich musste. Trotzdem kam ich eine Stunde zu spät. Nach all der Gastfreundlichkeit konnte ich ihm das einfach nicht verübeln, und ausgerechnet heute lief der Tag so gut, dass ich die ersten Stunden wett gemacht habe.


Eid war vorbei,, die Alkoholshops wieder offen, und die Damen vielleicht auch ein klein wenig offener. Es wurde an der Zeit mein Visum zu verlängern, was ich auch tat. Ich betrat das Mogamma Gebäude am Tahrir Square, was Reiseberichten zufolge von den Einheimischen als "Irrenanstalt" bekannt war. Als ich drinnen war, verstand ich warum. Gut vorbereitet darauf, dass ich lange warten müsste, war es dennoch herausfordernd. Das überfüllte Gebäude und die stickige Luft ließen mich beinahe kollabrieren, hätte ich nicht eine Fasche Wasser gekauft. Einen Tag später war jedoch alles erledigt. 

Der Captain schaute heute überraschend vorbei und wir machten aus, dass wir uns morgen treffen werden. Heute hatte ich nämlich mit Erica vereinbart, dass koptische Kairo zu besichtigen. Sie brachte einen Einheimischen namens Eslam mit. Als erstes besuchten wir das koptische Museum, mit vielen verschiedenen Objekten wie Textilien, religiöse Schriften aus dem 6. und 7. Jahrhundert. Das goldene um die Köpfe der Menscchen auf den Gemälden signalisiert die Heiligkeit der Menschen, erklärte Erica, die ein wenig über Kunstgeschichte gelernt hat. Zusätzlich betrachteten wir uns die hängende Kirche und die Synagoge, das jüdische Grab sowie den Ort, in welchem sich Jesus als Kind versteckte.

Am nächsten Tag war ich dann wieder bei der Familie des Captains. In der Nähe der Gizehpyramide wollte mich jemand abzocken, vergeblich. Die angekündigten Proteste haben sich zumindest am Tahrir Square als sehr klein erwiesen, wobei vor dem Präsidentenpalast etwas losgewesen sein soll. Allerdings ging es hierbei weniger friedlich zu: Unterstützer und Gegner des Präsident beschossen sich mit Feuerwerk.

Travel Projects

I.    Around the World (2010)                                                           

II.   Stairway to Heaven (2011)

III.  Travelution (2012)

IV.  Era of Epicness (2013)

V.   Emergency Exits (2014)

VI.  The Slippery Path of Uncertainty (2015)

VII. Age of Turbulence (2016)

VIII. Against All Odds (2017)

IX.  Evasive Maneuvers (2018)

 X.  Home is Everywhere (2019)

XI. ??? (2020)