Travelution 2012

Es war ein Arbeitstag wie jeder andere in einem Marktforschungsinstitut in Frankfurt. Ein Glück, dass es hier gestattet ist, während der Arbeit Bücher zu lesen. Das heute aufgeschlagene Buch handelt von fremden und weit entfernten Ländern. Die Gedanken fixierten sich wieder auf die erkenntnisreiche Reise 'Stairway to Heaven', die kurz zuvor ihr Ende im Norden Pakistans fand. 

 

Zurück im normalen Leben: Der nächste Befragte geht an den Hörer. Mit verärgerter Stimme äußert er einige beleidigende Sätze, während die Zeilen im Buch inspirierend wirken und dazu verleiteten, neue Reisepläne auszumalen, wobei auch die Zukunftsperspektiven zu denken gaben. Für die einen war ich bereits ein "Globetrotter", für die anderen bloß ein ordinärer Marktforscher ohne Perspektiven. Beide Seiten lagen nicht ganz falsch, und auch wenn die intensive Beschäftigung mit der Islamischen Republik langsam anfing, Früchte zu tragen und die Möglichkeit bestand, im Bereich des Journalismus zu Fuß zu fassen, galt es für das kommende Jahr Pläne zu schmieden. Dieses mal sollte nicht schon wieder ein Jahr vergehen, bis der nächste Trip ansteht.


Es war ein unscheinbarer Smalltalk an diesem Tag im Forschungsinstitut, in dem eine Kollegin einen Job als Marktforscher ansprach, den man auch von zu Hause aus tätigen kann. Daraus lässt sich gerade für Reisebegeisterte schnell ableiten, dass man theoretisch von jeglichem Standort aus in Deutschland arbeiten kann, solange die Internetverbindung gut genug ist. Immer noch an fernweh leidend kam die Frage auf, ob man diesen Job dann nicht auch europaweit durchführen kann. Nach dem Studieren einiger technischer Details gab sich die theoretische Möglichkeit zu erkennen, dass man sogar weltweit arbeiten könnte.


Wie besessen kam es in den Folgemonaten zu einer Ausarbeitung der Pläne.  Ironischerweise war es ausgerechnet dieser ganz einfache Job als Marktforscher, der nun die Türen zu neuen Reise-Abenteuern öffnen könnte.