Operation 'Stairway to Heaven' (2011)

       * 6 Länder * 18 Städte * 10000 Kilometer * 3 Monate *

Die Weltreise war vorbei. Ein Blick nach vorn. Ein Pfad der Ungewissheit. Zurück im normalen Leben.

Die Alltagsroutine veranlasst mich dazu, über die vergangene Reise in Ruhe nachzudenken. Was steht als nächstes an? Bevor ich mich bei der Verwandtschaft in Pakistan verabschiedete, gab ich das Versprechen, nächstes Jahr zurückzukehren. Allerdings gibt es keinerlei Pläne, einen Flug nach Pakistan zu buchen. Der Plan sieht ganz anders aus. Eine Reise, die sich grundlegend von der vorigen Reise unterscheiden wird. Eine Reise von Deutschland nach Pakistan... Überland. 


Die Besonderheit der Weltreise lag vor allem in den kurzen Zeitintervallen zwischen den besuchten Ländern, die den Effekt des Kulturschocks besonders verstärkten. Im zweiten Projekt wird vielmehr der stufenweise Sprach- und Kulturwandel der Völker wahrnehmbar sein. Die vorgesehen Städte stehen in der Planung symbolisch für die "Stufen" die es zu erklimmen gilt, um den "Himmel" zu erreichen, von dem es ungewiss ist, wo dieser sich befindet und wie er genau aussieht.

 

Operation 'Stairway to Heaven' soll dort anfangen, wo das Projekt "Around the World" endete: Im ehemaligen Jugoslawien. Nach einem kurzen Aufenthalt in Bulgarien ist vorgesehen, zu Beginn des Fastenmonats Ramadan Istanbul zu erreichen, denn auch wenn das Fasten für Reisende keine Pflicht ist, ist es die Intention, jeden Tag des heiligen Monats zu fasten. Das Abenteuer würde hier erst so richtig beginnen, denn die nächsten Reiseziele befinden sich in einem Land, das zu der Zeit das wohl am meisten dämonisierte Land in der westlichen Welt ist, und dem ich nach Beendigung des Amerikanistik-Studiums besondere Aufmerksamkeit geschenkt habe: Die Islamische Republik Iran.


Die letzte große  Hürde vor der Ankunft bei der Verwandschaft wird wohl die Überquerung der iranisch-pakistanischen Grenze darstellen, die als Terroristenhochburg gilt. Wenn der Plan aufgeht, werde ich in Islamabad ankommen und den Rest des Fastenmonats mit der Verwandschaft verbringen, bevor die letzte große Mission, die Suche nach dem "Himmel", anstehen würde.