Wash It All Away

So here I sit, in a green park on a sunny day in Zagreb, getting ready to take my final flight to end what is arguably the biggest chapter in my life. Trying to understand what has happened in the last 6 weeks by looking back at the notes, until for a moment I get distracted by the birds singing, noticing their proneness for dissonance, tritones in particular. I never noticed that about birds. Or maybe I had never really listened to them like I do now. As I reach the airport, I buy a coffee with the last marks that I have, and then head to the check-in counter. A beautiful girl checks my ticket, while I think about the last days.



I had reached Zagreb without any complications and wanted to feel as comfortable as possible after eleven flights. Buying a ticket probably wasn’t even that complicated here, but my laziness and exhaustedness may have prompted me to believe so. Should I just enter the tram without buying a ticket? I travelled around the world now, always buying a ticket from Australia to the US to China to Turkey and all the other countries. I was asked to show my ticket only twice, and it was twice in Melbourne on a ride that took half an hour each. And now I only need to take three stations. I have been so super lucky with everything, the timing, circumstances, even the weather. It always stopped raining when I arrived or it started raining when I left. Why should anything happen now? So I just enter the tram without buying a ticket. The probability of somebody checking the ticket is quite low. Two minutes later I have to show my ticket. The guy’s female colleague even speaks to him and tried to convince him to give me a free pass, but he shows no mercy and I have to pay a fine.


As I get off the tram, I feel disoriented and walk along a park, once again realizing how all the trips and flights in this short amount of time have taken a lot of energy from me. A local apparently notices how I am lost, so he takes me to a hostel, where I meet a Belgian room mate, with whom I would later head to some of Zagreb’s sights, most nnotably the Freedom Square. Later that night we went out to some club, where we had some Rakija, a liquor that everybody seems to love except for me. And I wasn’t in the mood for partying anway. Instead I was just amused watching the nightlife and thinking about the last six weeks.



Irgendwann lief ich einfach eine Richtung, und das stundenlang, lief einen Hügel mal wieder hinauf. Ich wusste gar nicht wo ich bin und lief einfach planlos durch die Gegend. Plötzlich ein Schild: Medvednica. Es war eine schöne natureiche Gegend. Doch irgendwann spürte ich etwas, was ich auf der ganzen Weltreise nicht gespürt habe: ein Tropfen auf meinem Gesicht: es fängt an zu regnen? Meine Verwunderung ist auf das Glück mit dem Wetter auf der ganzen Reise zurückzuführen. Während ich in New York auf sonniges Wetter stieß, obwohl laut Wettervorhersage es hätte regnen sollen, begann es nach einem Aufenthalt im sonnigen LA an zu regnen, als ich im Flugzeug auf dem Weg nach Australien war, wo ich gemäß meiner Erwartung auch nicht auf Regen stieß. Üblicher ist der Regen in Malaysia, aber weder dort, noch in China hatte es geregnet. Im Flugzeug auf dem nach Pakistan kurz vor Landung witterte und regnete es stark. Als wir endlich landeten, regnete es auch nicht mehr. In Katar und Dubai war es wiederum nicht überraschend, dass die Sonne schien. Schließlich wurde es in der Türkei und Bosnien kälter, doch es erwischte mich kein Regen. Und nun bin ich im letzten Land meiner Reise auf einem Hügel, weit entfernt von der Innenstadt. Es wird Stunden dauern bis ich daheim bin. Es wird Zeit zu gehen. Es regnete und Donnerte gewaltig und ich bekam all den Regen ab, den ich im Rest der Reise nicht abbekam. Irgendwie musste ich grinsen und genoss den Regen. Manchmal sieht man Dinge, fühlt man Dinge, die man nicht beschreiben kann. Es war alles so perfekt. Die ganze Reise, von vorne bis hinten.

Als ich ankam sah ich die Terroristenanzeigen an den Wänden... die hab ich nirgendwo gesehen außer in Deutschland, nicht einmal in Amerika. Ich höre die Leute deutsch sprechen und es klingt so fremd und beinahe witzig... man muss ja oft lachen und belächelt die chinesische und arabische sprache... genauso fühlte es sich für mich in dem Moment an, als ich Menschen deutsch sprechen gehört habe. Ich nahm die S-Bahn und kam am Marktplatz an. Ich genoss jeden Schritt Richtung Heimat.

Wie oft wurde ich angesprochen, ob es sich denn gelohnt hatte, die kurze Zeit, wo man doch nicht genug von einem Land sehen konnte. Manchmal sprach man mit mir so als hätte ich irgendetwas verpasst. Ich überlegte noch einmal wieviel ich investiert habe und was ich dafür alles bekommen habe.

Ich dachte über alles nach, nach 10 Jahren war ich wieder in New York

nach 18 Jahren traf ich meine alten Nachbarn wieder und wie meine Mutter passte Christophers Mutter auf mich auf, warnte mich und sagte mir ich soll Allah nicht vergessen, der Moment als ich vor Ground Zero stand, mit Megan und Curtis gefeiert habe, Mein langer Weg nach Hollywood, der mich auch versehntlich ins Gngsterviertel Compton führte, der Zombiegangster, das Treffen mit Atif während LTH ausschied. Das große Gefeiere im Whiskey a Go Go. Safia und ihre Familie in Melbourne, die Natur und Harmonie die ich dort erlebte, die Känguruhs und Koalabären, die Parks und Strände in allen Ländern, die Höhlen Malaysias wo mir ein Affe meine Pepsi klaute, der Skydive von der chinesischen Mauer über den grünen See mit Paul, auf der Spitze der Welt in Dubai, das Wüstenerlebnis, das Wiedersehen meiner ganzen Familie in Pakistan nach 14 Jahre, alleine das war genug, die Gräber meiner große ltern, das Badmintonspielen mit meinem Großvater, mit der Familie auf dem Berg Murree, das seltsame Geistfoto, das wir schossen, das islamische Kunstmuseum in Katar, die blaue Moschee, Sultanahmet generell sowie Taksim, die Menschlichkeit in Sarajevo, Die Momente mit Indira, Arijan, Harissa, Emina, Maja, Vijcnica, die Hügel, der Regen und das Donnern in Zagreb... und der grüne Park am sonnigen Tag in Zagreb als Abschluss. Ich könnte es in vielen Art und Weisen erklären, warum es das beste war, was ich machen konnte, doch die einfachste Art ist: Es war die Zeit meines Lebens, also kann ich nichts Falsch gemacht haben. Und war ich alleine? Gott war mit mir, und auf ihn ist sicherlich mehr Verlass als auf Menschen.

Ich dachte darüber nach, wie ich in nahezu jedem Land einen Retter zur Not hatte. Die Griechin in Queens, als ich die fasche Bahn nahm. Gabriel, der mich nach dem kurzen Compton Aufenthalt nach Hollywood Vine begleitete und ein Hostel für mich fand. Der Mann in Malaysia, der mich davon abhielt ein Taxi zu nehmen. Li Weng in Beijing, der für mich ein Taxi fand, mit mir fuhr und sicher ging, dass ich in einem Hostel war. Die Kinder in Istanbul, die mir den richtigen Weg wiesen oder der Einheimische in Zagreb, der ein Hostel für mich fand.

Final Destination Frankfurt?“ fragt mich das hübscheste Flughafenpersonal, dass ich auf der ganzen Weltreise gesehen habe. Final Destination Frankfurt.... ich muss grinsen.... so heißt mein Stammclub, in dem ich so oft gefeiert habe. Ich grinse nur und sage: „Oh yes!“.

Für diejenigen, die Angst haben in solchen Kurztrips nicht genug zu sehen, etwas zu verpassen, zu wenig Zeit zu haben: Die Zeit, in der man sich über so etwas Gedanken macht, ist viel eher Zeitverschwendung. Nur zwei Tage war ich in Malaysia, doch auf diese zwei Tage habe ich mich schon seit langem vorbereitet und ich wusste wie ich meine kurze Zeit auf produktivste Art und Weise einsetzen konnte.  

Einige Leute kritisierten die kurzweiligen Aufenthalte in einigen der Länder, die meine Weltreise konstituieren. Spätestens in Malaysia war ich mir sicher, dass ich diese Kritik auch in Zukunft ignorieren werde. Zeit ist relativ. Die Frage ist, ob man die kurze Zeit auf die produktivste und effizienteste Art und Weise nutzen kann.

Abgesehen von vielen eindrucksvollen Sehenswürdigkeiten, den oft aussichtlos erscheinenden Situationen und den vielen verrückten Momenten war es für mich gleichzeitig eine sehr emotionale Reise in die Vergangenheit, da ich viele Gesichter aus der Vergangenheit wieder gesehen habe. Unter ihnen waren einige, von denen ich dachte, dass ich sie nie wieder sehen würde.

Alles war inklusive: es gab sehr schöne Momente, sehr traurige Momente, viele lustige Momente, und jedes Mal als ich mich gefragt habe was denn noch passieren kann, bekam ich schlagartig eine Antwort. Wann immer ich dachte, dass dies doch immer noch die Realität ist und kein Film, hat mich die Realität selbst verunsichert, da sie von Zeit zu Zeit sogar noch mehr wie ein Film erschien.

Flashbacks

Ich könnte sagen: 'Um die Welt zu fliegen war wie ein Traum', und man würde wohl denken, dass ich damit sagen will wie unbeschreiblich toll es war. Das war es ja auch, aber wenn ich sage es war wie ein Traum, meine ich damit lediglich, dass es sich wie ein Traum angefühlt hat! In Tagesintervallen ging es von einem Land zum nächsten und die kurze Zeitspanne hat all die besonderen Momente erst recht wie einen Traum erscheinen lassen. Nach der Ankunft in Deutschland hat es ein wenig gedauert bis ich registriert habe, dass ich zurück bin. Erst jetzt denke ich so richtig über all die Dinge nach. Alle Papiere, Flyer, Objekte und natürlich Fotos, die ich mir nun betrachte, erinnern mich an alle möglichen Momente. Vor allem während ich mir nun meine Notizen anschaue, die ich während der Reise durchgehend gemacht habe, wird mir alles wieder so richtig klar. Ich werde überflutet von Flashbacks.

Es ist erstaunlich wie sehr man sich bei abenteuerlichen Reisen wie ein Superman fühlen kann, selbst wenn man am Ende nur ein ganz normaler Tourist ist. Zurück in Deutschland überkommt mich aber der „Clark-Kent-Effekt“ und eine wehleidige Liebestragödie, die mein Fernweh schnell wieder hochkommen lässt. Meine Magisterarbeit schreibe ich fertig und bestehe auch die letzten Prüfungen um das Magister Artium in American Studies, deutsche Sprachwissenschaft und in den Erziehungswissenschaften zu erlangen. Für zwei Minuten fühle ich mich wie etwas Besonderes, als ich das Dokument in der Hand halte, das bestätigt, dass ich das Studium geschafft habe. Nicht selbstverständlich für jemanden, von dem die Lehrer, Mitschüler und auch er selbst dachten, dass er vielleicht nicht mal einen anständigen Schulabschluss bekommt. Ein neues Jahr beginnt und ich sehne mich nach all diesen magischen Momenten. Ich hatte versprochen nach Pakistan zurückzukehren. Und ich habe immer noch das Verlangen, neue Orte zu bereisen. Nach meinem Studium hatte ich ein besonderes Interesse im Iran, der hier in Deutschland wie ein Schurkenstaat dargestellt wird. Ich überlege, ob ich nicht in den Iran sollte und dann mein Nachbarland. Schließlich lese ich, dass man von Istanbul leicht nach Iran kommt. Von Istanbul ist es nicht weit nach Bosnien und dazwischen liegen Serbien und Bulgarien.

 



Travel Projects

I.    Around the World (2010)                                                           

II.   Stairway to Heaven (2011)

III.  Travelution (2012)

IV.  Era of Epicness (2013)

V.   Emergency Exits (2014)

VI.  The Slippery Path of Uncertainty (2015)

VII. Age of Turbulence (2016)

VIII. Against All Odds (2017)

IX.  Evasive Maneuvers (2018)

 X.  Home is Everywhere (2019)

XI. ??? (2020)