Holocaust 2.0?

Wir schreiben den 25. Juli, 2011. Vor einer Woche wurde eines der größten Terroranschläge auf europäischem Boden verübt. Bei einem Spaziergang in Sarajevo erblicke ich die Blumenkränze vor der norwegischen Botschaft, die Einheimische in Gedenken an die 77 Opfer in Oslo dort hin platziert haben. Groß angelegte Trauermärsche mit führenden Politikern stehen in diesem Fall nicht im Programm, aber natürlich herrscht Entsetzen unter den Völkern Europas. Über die genaueren Gründe waren natürlich auch die Bosnier nicht informiert. Erst ein Jahr spätter würde sich in einem Manifest genauer die anti-islamische Haltung Breiviks zeigen, und einen besonderen Fokus legte er auf den Balkan.

Ein gerne zitierter Islam-Gegner ist Srda Trifvovic,  der unter Berufung auf "zuverlässige Quellen" den Völkermord in Srebrenica als solches leugnete. Den "serbischen Kontakt", auf den Breivik ansprechen würde, soll es sich um Milorad Pelemis handeln, der im Massaker in Srebrenica involviert gewesen ist. Diese Angelegenheit, über die sich serbische Politiker mit Unterstützung einiger Verbündete bis heute mit der internationalen Gemeinschaft streiten, passt in das Narrativ Breiviks um seine These einer islamischen Weltverschwörung zu stärken und spricht von der Boshaftigkeit von muslimischen Albanern und Bosniaken. In seinem Manifest zitiert Breivik zahlreiche Autoren wie Walid Schoebat, der sich als palästinensischer Ex-Terrorist ausgab und mittlerweile als zionistischer Scharlatan entlarvt wurde.

 

Dialog zwischen Tito und Brandt

 

Die meisten Opfer des Zionisten waren Mitglieder der Jugendpartei AUF, die eine rosige Zukunft in Norwegen gehabt hätten und sich erfolgreich für einen Boykott gegen Israel stark machten. Kurz vor dem Anschlag setzten sie ihre Forderung durch, dass ein Antrag an die UN gestellt wird, um Palästina als Staat anzuerkennen. Dem Islam-Gegner Anders Breivik waren sie ein Dorn im Auge.  Die Opfer Breiviks gehörten der Partei an, der sich ausgerechnet Willy Brandt anschloss, nachdem er aus Nazi-Deutschland ins Exil nach Norwegen floh. In den "Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1973" (1. Januar bis 30. April) findet sich ein Dialog zwischen Brandt und dem damaligen jugoslawischen Präsidenten Josip Tito, nach dem die Hauptstraße Sarajevos benannt ist, die sich nur wenige Meter von der norwegischen Botschaft befindet. Zu diesem Dialog kam es kurz vor dem Ausbruch des Jom-Kippur-Krieges, und es zeigt, wie die beiden Staatsführer den Zionismus und den Nahostkonflikt wahrnahmen.

 

Tito beklagte, dass Israel keine Konzessionen machen wolle und bemerkte, dass es keine Anzeichen seitens Israel gäbe, seine aggressive Politik zu beenden. Brandt entgegnete, dass dieser sich in Kürze auf eine Reise nach Israel begeben würde, um diplomatische Mittel für die Lösung des Konflikts walten zu lassen. Aufgrund der Shoa sei Deutschland dem Staat Israel jedoch eine besondere Ausgewogenheit schuldig, fügte Brandt hinzu. Das heißt aber keineswegs, dass Brandt nicht kritisch gegenüber der israelischen Regierung eingestellt war, wie die Worte führender Köpfe der damaligen Bundesregierung verdeutlichen: "Er liebe keine Erpressungen, selbst wenn sie von Freundesseite kämen." Zwei Jahre später würde unter der internationalen Gemeinschaft ein Konsens darüber herrschen, dass der Zionismus rassistisch sei. Dies wurde in der UN-Resolution 3379 deklariert. Der Zerfall der Sowjetunion hatte jedoch durch die neu entstandenen Staaten und Konstellationen in den internationalen Beziehungen zur Folge, dass die Resolution Anfang der Neunziger, kurz vor Ausbruch des Jugoslawien-Krieges, der ebenfalls zum Kollaps verdammt war, wieder zurückgenommen wurde.

The conversation between Brandt and Tito stems from the early seventies, shortly before the Jom-Kippur-War broke out, revealing how the two heads of state felt about the Middle East Conflict.

The Yugoslavian leader complaint about how Israel was not ready to make any concessions and how there seemed to be no sign that Israel would end its aggressive policies. Brandt replied that he would soon travel to Israel to use diplomatic means in order to resolve this issue. Referring to the Shoa, Brandt pointed out that Germany owes a particularly balanced approach towards Israel. This does not mean that Brandt was not critical over the Israeli leaders, as the words of German government officials at that time make clear: "He does not like blackmailing, even if its done by friends". Two years later there would be a consensus among the international community, whereas Zionism war racist. This was declared in the infamous UN-Resolution 3379. However, the newly established states and the new constellations in international relations after the collapse of the Soviet Union became more in favor of Israel and its allies, leading to the annihilation of the resolution in the early 90's, before yet another state woud collapse: Tito's beloved Yugoslavia.

  

Due to the annihilation of this resolution it became more and more difficult for public opinion to differentiate between Zionism and Judaism. In the above mentioned dialogue Brandt would say to Tito: "As a boy I was antizionist, just like my Jewish friends at that time by the way. The war and the time thereafter have created new circumstances due to the creation of the state Israel." This passage is a nightmare for the Hasbara agents, who currently put much effort in promoting the words "Zionist" aand "Jew" as synonyms. Such an equation of course makes it more difficult to criticize Israeli Politics, because such it equates eneies of Israeli politics as Anti-Semites as well. Prominent critics, who would point this out, are Dr. Norman Finkelstein and American intellectual Noam Chomsky.

 

Zionismus und Judentum

 

Durch die Zurücknahme dieser Resolution fiel es der öffenlichen Meinung auch immer schwieriger, zwischen Zionist und Jude zu differenzieren. Wie Brandt im oben erwähnten Dialog Tito erklärte: "Als Junge war ich Antizionist wie übrigens auch meine jüdischen Freunde damals. Durch den Krieg und nach dem Krieg durch Bildung des Staates Israel ist jedoch eine neue Lage entstanden."  Diese Passage ist ein Albtraum für die Hasbara-Beauftragten, die das Wort "Zionist" und "Jude" wie Synonyme behandeln. Eine solche Gleichsetzung erschwert natürlich für Menschen im Westen die Kritik an der israelischen Politik, weil eine solche Gleichsetzung gleichzeitig auch jegliche Gegner israelischer Politik als Antisemiten stigmatisieren kann, ein Anliegen, dass wie unter Anderem der jüdische Enthüllungsjournalist Dr. Norman Finkelstein und amerikanischer Intellektueller Noam Chomsky anmerkten. Dieser Aspekt hat selbstverständlich einen großen Einfluss bei der öffentlichen Meinung. 

 

 


 

Die Differenzierung zwischen Zionist und Juden hat sich logischerweise nicht so stark durchgesetzt wie "Islamist" und Muslim. "Zionist" ist dabei sogar von seiner etymologischen Prägung ("Zion" = "Jerusalem") weitaus neutraler, denn viele Juden identifizieren sich nicht mit dem Stammwort "Zion", wohingegen sich jeder Muslim mit dem Stammwort "Islam-" identifiziert (mehr dazu im Artikel "Der Demokratist"). Zion bezeichne den Tempelberg von Jerusalem, wo sich heute der Felsendom und die Al-Aqsa Moschee befinden. Es wird befürchtet, dass die radikalsten Kräfte in Israel die Al-Aqsa Moschee, der drittheiligste Ort für die islamische Welt, zerstören und durch einen "jüdischen Tempel" ersetzen wollen, womit nach islamischen Überlieferungen die Endzeit bevorsteht.

 

Die Gleichsetzung von Zionist und Judentum wurde nicht wie erwünscht durchgesetzt. Das liegt zum einen daran, dass nicht bloß viele Sepharden (allen voran die Mizrahim aus dem Nahen und Mittleren Osten sowie au Nordafrika) oder die ultra-orthodoxen Haredis sich vom Zionismus distanzieren, sondern auch  diverse ashkenasische Juden (die meisten jüdischen Zionisten sind Aschkenasen). Hinzu kommt, dass sich der Zionismus als politische Bewegung nie bloß auf Juden beschränkt hat und es schon seit der Prägung dieses Wortes nicht-jüdische Zionisten gab. Zu aktuellen und prominenten Beispielen zählt Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender des Axel-Springer-Verlags, zu dessen journalistischem Grundsatz die "Solidarität mit dem Staat Israel" zählt, wie auch im jüdischen Museum in Frankfurt am Main aufgezeigt wird. Aus diesem Grund besitzt das Narrativ der israelischen Regierung im Hinblick auf den Nahostkonflikt bei den Springer-Plattformen wie die Bild oder die Welt oft Priorität. Es ist unter Anderem auch aus diesem Grund, warum der zionistische Terror in westlichen und vor allem in deutschen Medien nicht als solches benannt bzw. schwer als solches verstanden werden kann und logischerweise empfänglicher dafür ist. In einigen islamischen Ländern, allen voran Saudi-Arabien, aber auch Pakistan, ist man dagegen viel empfänglicher für den "jüdischen Terror" und Antisemitismus bleibt hier weit verbreitet. Gerade Iran, der im Westen in den letzten Jahren von allen Ländern am stärksten dämonisiert wurde, wusste stets zwischen der Religion bzw. Rasse und der politischen Bewegung zu differenzieren. 

 

Zionistischer Krieg bzw. Terror

 

Anders Breiviks Terroranschlag war insofern ein Einzelfall, als dass so eine offenkundige Bekennung zum Zionismus bei einem solchen Ereignis unüblich ist. In Augen der Leidtragenden steht zionistischer Terror an der Tagesordnung, und wie so oft in der Geschichte wird dieses von Außenstehenden sehr spät erkannt. "Ich mag nicht Hisbollah", sagte mir ein Einheimischer in Beirut. "Aber ihre militärischen Ziele waren Militärbasen. Israel bombardierte Schulen, Krankenhäuser, Moscheen und sogar den Beiruter Flughafen. Wer also ist der Terrorist?", fragte er mich rhetorisch. Während des Krieges gegen Gaza im Juli 2014 sind es die Angehörigen der Opfer gewesen, die eben nicht Hamas, sondern die israelische Regierung verurteilen. "Human Shields" wurde erst ein großes Thema, als Hamas mit solchen Praktiken verbunden wurde. Dass Amnesty International, Human Rights Watch und diverse weitere Organisationen schon seit Jahren Israel mehrfach dafür verurteilt haben, Palästinenser als Schutzschild zu benutzen und dass dies sogar zeitweise in Israel gesetzlich erlaubt war, davon wissen viele bis heute nichts. "Operation Protective Edge" erscheint genau so zynisch wie "Operation Enduring Freedom" in Afghanistan oder wie "Operation Iraqi Freedom", die unter Berücksichtigung auf die Opfer und Langzeitfolgen an den Slogans in der utopischen Gesellschaft von George Orwells Werk 1984 erinnern: Ignorance is Strength, War is Peace, Freedom is Slavery.

 

Islamistscher Krieg bzw. Terror

 

"War is Peace", nach dieser Devise kämpfen die viel auffälligeren Terroristen aus der islamschen Welt. Leitet sich doch "Islam" von den Stammbuchstaben S-L-M (Frieden) ab, begehen sie im Namen des Friedens Krieg. Immer und immer wieder kommt es in diversen Ländern zu Anschlägen. Tausende Menschen verlieren dadurch jedes Jahr ihr Leben, sei es durch die "Tehreek-e-Taliban", die etwa 120 Kinder kaltbllütig ermordeten oder Jundollah und Lashkar-E-Janghvi, die man hier kaum kennt, weil ihre Opfer vorwiegend Schiiten sind uns es Europäer somit scheinbar weniger betrifft. Sei es Boko Haram, die man etwas besser kennt, da sie Christen ermorden oder Al-Qaeda, die mittlerweile als "moderat gelten". Auch die Al-Nusra Front wurden als "moderat" angesehen, bevor ihre Mitglieder die Herze ihrer Gegner gegessen haben. Und dann gibt es die derzeit größte Bedrohung im Namen des Islams: "Daesh", der in Europa besser bekannt ist als "Islamischer Staat", und weitere Animositäten gegenüber den Islam stärkt. Die Islam-Gegner haben dabei einen Punkt übersehen: Breivikische Thesen sind insofern gewagt, dass der Mainstream-taugliche "islamistische Terror" ironischerweise vorwiegend Muslimen das Leben gekostet hat.

 

Man erkennt neuerdings eine größere Anstrengung der hiesigen Medien, über die islamische Welt differenzierter zu berichten. Aber gerade die Darstellung der Situation in Syrien und Irak bleibt irreführend. Weder ist es ein Kamp von Muslime gegen nicht Muslime, noch kann man sagen, dass es sich um einen Kampf zwischen Sunniten und Schiiten handelt, wenn Sunniten, Schiiten und Christen Seite an Seite gegen "Daesh" und "Daesh" a.k.a "Islamischer Staat" ermorden Sunniten, Schiiten und Christen. Es ist ein Kampf zwischen Takfiris und der Mehrheit der irakischen und syrischen Bevölkerung. Sicherlich hätten die hiesigen Medien weniger zum konfessionallen Hass beitragen, wenn man sich dem tatsächlich vorherrschenden Problem widmen würde.

 

Die IS besteht aus Mitgliedern des ehemaligen Geheimdienstes unter Saddam Hussein und seinen Anhängern, sowie natürlich auch durch. Wie Irananders zutreffend analysierte, gibt es 9 Millionen Sunniten in Iran, wovon 20-50 sich der IS angeschlossen haben. In Deutschland 700 Menschen der IS angeschlossen, um nur ein Land zu nennen. Während Islam-Gegner sich zunehmend in ihre Thesen hineinsteigern, sind es Kräfte wie die muslimischen Hisbollah, die die Drecksarbeit vor Ort erledigen und die Christen dort schützen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Analyse der IS im Hinblick auf die vier islamschen Rechtschulen. Während mittlerweile zunehmend klar wird, dass meisten "islamistischen" Terroristen die radikalste Form des Wahabbismus folgen, die selbst wiederum eine Sekte aus der Rechtsschule der Hanbaliten darstellt, neigen Hanbaliten und Malikiten (aus der Maghreb Region) viel mehr dazu, sich der IS anschließen als die Hanafiten und Schafiiten.

 

Zionistischer Terror wird kaum wahrgenommen, weil er in den Medien nicht als solches bezeichnet wird. Wieso fällt es aber so schwer, zwischen Zionisten und Juden zu differenzieren, wenn genau so zwischen "Islamisten" und Muslime differenziert wird.. Im Falle Anders Breivik hielten sich die hiesigen Medien sogar damit zurück, Breivik als Zionisten zu benennen.Während viele ihren Fokus darauf legen, wie im Namen des Islams Terror von selbsternannten Muslimen begangen wird, darf nicht vergessen werden, wie im Namen des Judentums radikale Zionisten Verbrechen begehen. Die meisten Opfer von Terroranschlägen waren Muslime und die meisten Opfer der Kriege im 21. Jahrhundert waren Muslime, egal ob Menschen im Namen es Islams oder wenn Zionisten im Namen des Judentums Verbrechen begangen haben.

   

Islamophobie und Antisemitismus nehme zu

 

 Es mag für viele Muslime besorgniserregend erscheinen, wie sehr viele Passagen im Manifest des Terroristen der Argumentationlinie der Islam-Gegner ähneln, die vor allem in letzter Zeit zunehmend in den sozialen Netzwerken aktiv sind. Wenn es auch stimmt, dass Islamophobie in Deutschland zugenommen hat, so hat man in einigen ausländischen Medien zu wenig über die Menschen gesprochen, die während den Pegida-Protesten auf die Straße gingen. Sie waren die Mehrheit.

Während die Furcht vieler Bürger vor extremistischen Anschlägen aus arabischen Welt, sehr wohl ernst zu nehmen ist, machten sich in Deutschland mehr Demonstranten dafür stark, Muslime nicht unter Generalverdacht zu stellen und trugen zur Wahrnehmung des Problem der politisch motivierten Instrumentalisierung von Weltanschauungen bei. 

 

Die Bundesregierung hat auch sicherlich kein Interesse daran, dass der konfessionelle Hass in Deutschland geschürt wird, und doch wurde verfehlt, den Beitrag der medialen Darstellung zu einem solchen konfessionellen Hass zu erkennen. Es ist wohl wahr, dass die Wahrnehmung des Islams einmal anders war und zunehmend die Sorge besteht, dass der konfessionelle Hass geschürt wird. Meist beruft sich das radikale Gedankengut auf die zunehmende Entfremdung durch den demographschn Wandel und dem Flüchtlingszustrom, den man durch die Waffenlieferungen heraufbeschworen hat. Gleichzeitig sind die Integrationsprobleme und Übergriffe in der Gesellschaft, die einen prägen.  In Russland funktioniert es bisweilen wunderbar, dass die islamische Gemeinde mit der russischen Regierung kooperiert, um den Terror zu bekämpfen. Wie gut Auch dort ist natürlich nicht alles heile Welt. Wie gut aber ein Miteinander funktionieren kann, erkennt man an den Festen der Minderheiten. 

 

Man setze sich aber auch in die Lage der PEGIDA-Fraktion hinein: Sie befürchten eine Islamisierung. Was ist, wenn mehr und mehr Flüchtlinge nach Deutschland kommen, nachdem Millionen von Menschen im Fluchtort ums Leben kamen und am Ende einen islamischen Staat ausrufen und mehr und mehr von Deutschland besetzen, und wie könnte Deutschland ein solches Existenzrecht abstreiten? Eine Islamische Aliya?

 

Die oftmals einseitige Darstellung in der Vergangenheit hat Wahrnehmung des Islams natürlich sehr geprägt. Doch nicht nur die Islamophobie, sondern auch der Anti-Semitismus nimmt zu. Von jenen Anti-Semiten, die sich für die Rechte der Palästinenser einsetzen wollen, wird nicht durchschaut, wie diese Entwicklung genau die größten Hardliner in Israel stärkt, da sie somit die Gunst der öffentlichen Meinung gewinnen, um ihre Falken-Politik durchzusetzen. Das Judentum und der Zionismus haben dabei weniger gemeinsam als das Judentum und der Islam, wo die Juden - dem Verweis auf die Kriegspassagen zum Trotz - als Ahlul-Kitab (die Leute des Buches) zählen. Die Gemeinsamkeiten beschränken sich jedoch nicht auf theologische oder normative Gemeinsamkeiten, sondern auch auf kulturelle und sprachliche, da arabisch und hebräisch beide zu den semitischen Sprachen zählen (vgl. salam/shalom, Allah/Elohim). Nicht anders verhält es sich zwischen Juden und Arabern, die beide zu den Nachkommen von Sem gehören, dem Sohn Noahs, aus dem sich das Wort "Semit" ableitet. 

 

 

Islamophobie

 

Es spielt bedauerlicherweise keine Rolle, wenn selbst fast alle Muslime friedlich ihr Leben leben. Es Bedarf nur wenigen Menschen, die Allah Hu Akbar rufen, und sich dabei in die Luft sprengen. In Deutschland ist es so weit gekommen, dass viele sogar Angst bekommen, wenn sie nur das Wort "Allah hu Akbar" hören, was in der islamischen Welt so gängig ist wie ein "Wie geht's" in Deutschland. Als ich einen muslimischen Bekannten im Krankenhaus besuchte, nachdem er einen Herzschlag erlitt, erzählte er, wie es ihm besser ging und sagte dabei wiederholt "Allah hu Akbar". Der Patient, der daneben lag sah so aus, als würde er gleich auch einen Herzschlag kriegen. Eine Freundin gab einmal zu, wie sie sich unbehaglich fühlt, wenn sie vollbärtge Muslime in der S-Bahn sieht, obwohl - wenn wir danach gehen wollen würden - die frisch rasierten jungen Ausländer in Deutschland am meisten Unruhe stiften und gerade die frommen und vollbärtigen Muslime die friedliebensten Menschen sind. Die sieht man aber nicht im Fernsehen. Vollbärtige Muslime sieht hat man über Jahre nur im Kontext von Explosionen und Terror gesehen. In anderen Staaten, insbesondere wo wahabbitischer Medieneinfluss herrscht, werden Juden stets nur im Kontext von Ermordungen gegen Palästinensischer Kinder wahrgenommen.

 

Unter denen Menschen, die gewisse Vorurteile haben haben viele Angst. Aber es gibt diese Menschen, die verblendet sind durch Hass. 


Wir leben in einer Zeit, wo Instrument und Instrumentalisierung oft niht mehr voneinander unterschieden werden können. Die meisten Menschen kennen die islamische Kultur nicht und können höchstens die Muslime wahrnehmen, die am wenigsten repräsentativ sind. Aggressive Muslime auf den Straßen, die Deutsche angreifen, oder Muslime in Nachtclubs, die sich betrinken und Frauen aufreißen. Die repräsentativen Muslime, die keine Unruhe stiften, wie es vorgegeben wird, nimmt man nicht wahr, eben weil sie keine Unruhe stiften, zurückgezogen Leben mit der Familie, in ihren Wohnungen oder in Moscheen aufzufinden sind. 

 

Gleichzeitig ist es wahr, dass Missionare ausgerechnet aus Saudi-Arabien ihre Version des Islams propagieren, wobei es sich bei den Wahabbiten um eine Sekte handelt, die sich aus einer der vier großen Rechtsschulen ableitete. 

 

 

The document is best described as a kind of "Mein Kampf" for our times, in which Jews are replaced by Muslims as the enemy which must be fought and expunged from Europe. 

 


 

http://www.spiegel.de/politik/ausland/terror-dschihadisten-toeten-pro-tag-mehr-als-170-menschen-a-1007817.html

 

http://www.rt.com/news/310111-breivik-university-study-oslo/

 

 

 

 Thus began what William Polk described as "the curious union of empire policy with a sort of paternalistic Christian Zionism which is evident in British policy in succeeding generations."17 Thus began what William Polk described as "the curious union of empire policy with a sort of paternalistic Christian Zionism which is evident in British policy in succeeding generations."17

 

Only during the 1890s did Zionism begin to assert itself as a minority movement among European Jews.

Jewish Zionists actively lobbied among non-Jews, and even Herzl, after having failed with the Kaiser and the Sultan, had in 1900 turned to England. During the 4th Zionist Congress, held in London during 1900, he proclaimed: "From this place the Zionist movement will take a higher and higher flight. ... England the great, England the free, England with her eyes fixed on the seven seas, will understand us."30 Herzl also set high hopes in the Anglo-Jewish community itself. But British non-Jews were much more receptive to Herzl's proposals than were their Anglo-Jewish contemporaries. The latter generally refused to he associated with the Zionist movement.31

 

Both Balfour and Lloyd George were self-confessed Zionists, ardent and united in their support for the Zionist cause. Balfour was a Conservative and Lloyd George a Liberal Party member. Balfour's Zionism had biblical roots. "Though he was the reverse of Shaftesbury, not ardent but a skeptic, not a religious enthusiast but a philosophical pessimist, he was nevertheless strongly infused, like the Evangelicals and the Puritans, with the Hebraism of the Bible."38 His biographer and niece, Blanche Dugdale, herself a devout Zionist, describes Balfour as deeply religious, strongly believing that "Christian religion and civilisation owes to Judaism an immeasurable debt, shamefully ill repaid."39


 In his own memoirs, Lloyd George gives most of the credit for his conversion to Zionism to Weizmann. His now famous phrase, "I am his proselyte ...acetone converted me to Zionism"42

 

balfour erklärung

weiterführende Quellen:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article116955753/Wie-Willy-Brandt-den-Nahost-Frieden-verspielte.html


http://www.willy-brandt.de/fileadmin/stiftung/Downloads/Schriftenreihe/Heft_26_Nahost.pdf

Oslo im Juli, 2011: Erreicht Zionistischer Terror den Mainstream?

Perzeption des Zionismus im 20. Jahrhundert: Tito und Willy Brandt über den Zionismus, UN-Resolution gegen Zionismus

Breivik und Verschwörungstheorien



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